High-Level-Matching

Beim diesjährigen High-Level-Matching im Rahmen des Projektes GreenUpInvest waren wir Teil des 30-köpfigen Screeningkomitees.
 
Das High-Level-Matching ist ein Format des GreenUpInvest-Projektes, welches innovative Grüne Start-ups mit passenden Investoren zusammenbringen möchte.
Die Green Start-up Investment Alliance, kurz GreenUpInvest, möchte Grüne Gründerfinanzierung in Deutschland stärken und voranbringen. Das Projekt wird federführend vom Borderstep Institut geleitet, weitere Partner sind der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (BVDS e.V.) und Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG e.V.) und seit September 2015 auch der B.A.N.D., Business Angels Netzwerk Deutschland e.V., in dem auch wir Mitglied sind. Gefördert wird GreenUpInvest durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.
GreenUpInvest möchte insbesondere das Engagement von diversen Frühphaseninvestoren und Business Angels mobilisieren.
 
Grüne Start-ups sind nachhaltig, innovativ und leisten einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz. Sie zielen auf die Verbindung von Wohlstand, ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit ab. Ressourcen werden effizient und naturverträglich genutzt und Stoffkreisläufe soweit wie möglich geschlossen.
 
Grüne Start-ups haben es erfahrungsgemäß schwerer eine passende Finanzierung zu finden. Kurzfristige Renditeerwartungen vieler Investoren kollidieren in der Regel mit dem eher langfristig angelegten gesamtgesellschaftlichen Nutzen grüner Produkte und Dienstleistungen. GreenUpInvest unterstützt mit einer Vielzahl an Aktivitäten. Hierzu gehören die Schaffung einer Wissensgrundlage über die Hemmnisse und Potenziale der Finanzierung Grüner Start-ups. Auch die Stärkung des Interesses an Grünen Start-ups unter Business Angels und anderen Frühphaseninvestoren sowie die Entwicklung und der Aufbau eines dauerhaften Online-Angebotes zur Gründungsfinanzierung im Bereich der Green Economy ist ein Aufgabenfokus von GreenUpInvest.
 
Für das Pitch-Event konnten sich GreenTech Start-ups mit einem Kapitalbedarf von 50.000€ bis 2.000.000€ bis Mitte November bewerben.
Die eingereichten One-Pager wurden durch das Borderstep Institut hinsichtlich ihres grünen Potentials bewertet und von einem speziell für das Event zusammengerufenen Screeningkomitees geprüft.
Fast 60 Bewerbungen gingen ein. Jedes Jurymitglied hatte zwei Wochen Zeit, sich mit den vielfältigen Gründungsideen zu beschäftigen. Erneuerbare Energien, Tourismus, Mobilität, eCommerce und Biotechnologien waren u.a. Themen der Grünen Start-ups.
 
Die zwölf besten Unternehmen wurden Anfang Dezember vom B.A.N.D. und Cleantech Scandinavia nach Berlin eingeladen. Im Rahmen eines jeweils 5-minütigen Pitches und einer Speed-Dating-Runde im Anschluss konnten zwei Unternehmen besonders punkten und gewannen die Pitch-Veranstaltung. Karim Tarraf von Hawa Dawa aus München sowie Kristiāns Grundštoks von Polylabs aus dem lettischen Riga.
Das Münchener Start-up befasst sich mit einer neuartigen Technologie zur Echtzeitmessung der Luftqualität in Städten und verspricht eine deutlich kostengünstigere und qualitativ hochwertigere Messmethode als heute Standard ist. Der zweite Gewinner Polylabs ist in der Chemieindustrie angesiedelt und stellt aus biologischen Rohstoffen Kunststoffe her, die in Qualität und Preis den Produkten aus petrochemischen Verfahren in nichts nachstehen.
 
Beide Unternehmen durften sich über eine Freikarte zum Deutschen Business Angels Tag am 17. und 18. Juni 2018 und wertvolle Kontakte zu potentiellen Investoren freuen. Es kamen auch die Unternehmen SirPlus, Adaptive BalancingPower und akvola sehr gut bei den teilnehmenden Angels und VC Investoren an.
 
Wir wünschen allen teilnehmenden Start-ups ganz viel Erfolg und freuen uns, dass wir Teil der Jury sein durften. Die Ideen waren teilweise sehr außergewöhnlich oder es standen hochkarätige Forschungsteams dahinter. Alles in allem spielte die Kompetenz der Gründer, neben der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, eine große Rolle und jedes einzelne Start-up verdient es weiter gefördert zu werden. Für uns war diese Arbeit ein Ausflug in einen anderen Branchenfokus. Wir haben viel dazu gelernt und unsere eigenen Nachhaltigkeitsgedanken im Zusammenhang mit unseren Investitionskriterien geschärft und angereichert.
 
 
Fotos: © Cordula Giese